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deckenzimmerzeiten

die tür knarrt im dunklen. ganz leise zieht ein windstoß rein, kriecht unter die decke. die zeit vergeht still, schwerfällig und verliert sich. irgendwo zwischen dort und hier. noch eben da und schon fort, aber eben noch irgendwie da. verwirrt. das kommende gleich be:greif ich nicht, denn das eben schweift jetzt noch im gestern vorüber. die sekunden von eben, die sekunden der letzten gefühlt zehntausend sekunden, sind noch zu spüren, zu schmecken, aber nicht mehr zu sehen. es ist ja auch dunkel. trotzdem sichtbar - ungebetende traurigkeit auf meiner haut, ich darunter.
einsamkeit erhält einzug, vom eben ins jetzt. das jetzt macht erst das eben greifbar, unebene, raue, traurige haut. plätschernde sekunden, verdunstete tränen am fenster klebend, tun als wären sie vom schwerfälligen atmen im kaltendunklenknarrenden deckenzimmer. atemlos in mir. und die nächsten gefühlten zehntausend sekunden sind traurig und einsam zur zeit.
das fenster ist geschlossen. regentropftvoninnenandiehaut. nicht laut. zu leise alleine im deckenzimmer, wo das oben wie das unten ist und das eben zum jetzt schweift. verschweift erstarrt. im quadrat und umgekehrt. ich friere und zähle die sekunden bis ich eingeschlafen bin. vielleicht höre ich aber auch schon ein bisschen vorher auf, ein bisschen vor dem gleich.
15.10.11 02:24
 


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